Das Schloss - Die Schule
Das romanische Schloss wurde 1114 erstmals erwähnt. Es ist ein Vierflügelbau um einen rechteckigen Innenhof. In der Mitte befindet sich ein mittelalterlicher sechsstöckiger Bergfried, an der Vorderseite ein barockisierter Torturm. Die Vorderseite hat zwei, die Rückseite drei Stockwerke. Sie ist mit einem Bergfried verbunden.
Ursprünglich besaß das Schloss zwei Zugbrücken - eine am Fußgängertor, eine am Fahrtor. Sie wurden durch eine einzige feste Brücke ersetzt, die über den mit Wasser gefüllten Ringgraben führte.
Die Umgestaltung in ein Barockschloss fand Anfang des 18. Jahrhunderts unter Abt Berthold Diethmayer - vermutlich durch Jakob Prandtauer - statt. Dabei wurde der achteckige Frontturm sowie ein an den Torturm angelehntes einstöckiges Gebäude abgetragen. Der Kapellentrakt wurde ausgebaut und durch einen Querflügel mit dem Haupttrakt verbunden. Der Torturm wurde mit einem Barockaufsatz verziert. Dieses Aussehen behielt das Schloss bis zur Mitte des vorigen Jahrhunderts.
1852 ließ der Besitzer, Dr. Stanislaus Neumister, den Burggraben zuschütten und die hölzerne Brücke durch eine steinerne ersetzen. Drei der vier Ecktürme wurden bis auf die Höhe der Umfassungsmauer abgerissen, der vierte blieb stehen. 1885 wurde das Schloss durch den Architekten Walther R. v. Moltheim restauriert.
1905 wurden die bisher letzten Um- und Zubauten vorgenommen. Diese bestanden aus einem Turmaufsatz, Rundtürmen und Terrassen.
Seit 1934 war das Schloss im Besitz von Schwestern des 3. Orden vom Heiligen Franziskus. Von ihnen wurde es durch den Vorstand der Wiener Malerinnung - Franz Schandara, Raoul Dürschmidt und Leo Chini - gepachtet. Die Mittel für die Instandsetzung des kriegsgeschädigten Gebäudes wurden von Malerhandwerk und Farbenindustrie zur Verfügung gestellt.
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